Bildung und Industrie 4.0: Fragen, die wir uns stellen sollten

intelligent information education

Gastbeitrag von Ray Gallon

Wenn ein Kind überall mit Augmented Reality (AR) aufwächst, welche Vorstellung hat dieses Kind dann von dem, was „real“ ist?

In einer Welt, in der gefälschte Nachrichten reichlich vorhanden und einfach zu produzieren sind, was können wir tun, um zu wissen, welchen Nachrichtenquellen wir vertrauen können?

Wenn vernetzte Objekte autonome Entscheidungen treffen, wie können wir die Verantwortlichkeit für diese Entscheidungen im Fall einer Klage 15 Jahre später verfolgen?

Wenn die Operation eines geliebten Menschen von einem Roboter durchgeführt wird, werden Sie bereit sein zu akzeptieren, dass sie sterben könnten, wie Sie es tun würden, wenn der Chirurg ein Mensch wäre? Welche Ausbildung brauchen wir als Patienten, bevor wir von einem medizinischen Roboter operiert werden?

Dies sind nur einige der Art Fragen, die die Lehrer, die unsere Kinder in den nächsten fünf bis zehn Jahren bilden, beantworten müssen, wenn wir wollen, dass sie darauf vorbereitet sind, in der Industrie 4.0 und darüber hinaus zu leben. Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge (IoT) und die menschliche Bionik stellen zahlreiche erkenntnistheoretische, ethische und kognitive Herausforderungen, mit denen sich die Gesellschaft auseinandersetzen muss.

Wir Informationsexperten gehören zu denen, die bereits einige Fachkenntnisse haben und die sich mit diesen Themen befassen. Wir haben eine potentiell wichtige Rolle bei der Entwicklung, wie die Gesellschaft auf sie reagiert, und wie wir uns bilden, um unter ihnen gut zu leben.

Weil dies ein so wichtiges Thema ist, richtet das Industrie-4.0 Konsortium eine Bildungsarbeitsgruppe ein. Es besteht aus Lehrerausbildern, Lehrdesignern, Bildungstheoretikern, Kognitionswissenschaftlern, Bildungstechnologen und professionellen Ausbildern, von denen viele gleichermaßen in Informations- und Ausbildungskreisen bekannt sind. Die Fragen, die es zu bewältigen gilt:

  • Wie kann man in hybriden Gemeinschaften zusammenleben, die Maschinen und Menschen umfassen?
  • Wie definieren wir Diversität und Interkulturalität in diesem Kontext?
  • Wie wandeln wir eInformation in eKnowledge um?
  • Was bedeutet kritisches Denken im Internet?
  • Können wir lernen, wie man einen echten Dialog führt?
  • Etc.

 


Wir planen die Arbeitsgruppe im Juli 2018 auf der halbjährlichen Konferenz des Weltverbands der Lehrerbildungsvereine (WFATE) in Melbourne, Australien offiziell bekannt zu geben. Aber einige Arbeiten sind bereits im Gange und auf der diesjährigen Information Energy Konferenz vom 1. bis 2. März in Amsterdam können Sie zwei Experten auf diesem Gebiet darüber sprechen hören:

  • Dr. Linda Daniela ist Vorsitzende des Rates für die Förderung der Pädagogik der Universität Lettlands, Leiterin des Wissenschaftlichen Instituts für Pädagogik und Expertin für Bildung beim Rat der Wissenschaften der Republik Lettland. Sie glaubt daran, dass die Generation 5 auf uns zukommen wird und stellt sich die Frage nach welchen Kriterien wir den Erfolg ihrer Ausbildung bewerten können.
  • Dr. Patrice Prusko, ist Instructional-Designer an der Cornell University, Dozent an der SUNY Empire State College School für Graduate Studies und Berater. Er wirft die Frage auf: „Was bedeutet es, eine gebildete Person in einer Welt zu sein, in der Menschen, Maschinen und Informationen miteinander verbunden sind?“ und wird zeigen, wie er mit der SenseMaker-Software und -Methode zu ersten Schlussfolgerungen gelangt.

Sie können mehr über ihre Präsentationen unter „Learning for and around 4.0“ erfahren.

Diskutieren Sie mit und registrieren Sie sich für die Information Energy 2018 und kommen Sie zu uns nach Amsterdam, um sich mit uns über diese und viele weitere wichtige Themen auszutauschen, zu interagieren und zu diskutieren.

Über den Autor
Ray Gallon

Ray Gallon ist der Mitgründer der „The Transformation Society“, einer Forschungs- und Beratungsfirma. Er ist nun 40 Jahre als Kommunikatiosnexperte tätig, ebnete seinen Weg als preisgekrönter Radiomacher und Journalist und tauchte dann in die technische Industrie ein.

Ray war schon immer an der Schnittstelle von Technologie und Kultur interessiert und konnte seine breite Erfahrung bei Unternehmen wie IBM oder der OECD sowie in kleineren Unternehmen und Start-up-Unternehmen einbringen. Ray ist Universitätsdozent und Redner bei Veranstaltungen rund um die Welt.

 

Bildquelle: www.istockphoto.com

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