iiRDS-Konsortium – Interviewserie: „Fünf Fragen an…“ – Dr. Matthias Gutknecht!

Herzlich willkommen zur zweiten Runde unserer Interviewserie „Fünf Fragen an…“

Darin fragen wir unsere Mitglieder des iiRDS-Konsortiums, was sie motiviert aktiv im Konsortium mitzuarbeiten. Lesen Sie, was sie sich von ihrem Engagement am Standard für intelligente Bereitstellung von Nutzerinformationen erhoffen und wie sich die Unternehmen gleichzeitig für den Umbruch in der Welt Industrie 4.0 wappnen. Diesmal haben wir fünf Fragen für Dr. Matthias Gutknecht.

Mitglied im iiRDS-Konsortium Matthias GutknechtDr. Matthias Gutknecht
Business Development Manager, STAR AG

Matthias Gutknecht ist Business Development Manager bei STAR AG. Er hat über 25 Jahre Erfahrung in Forschung, Beratung, Vertireb, Lösungsentwicklung und Einführung von Content Management Lösungen und Dienstleistungen. Bis 2013 hat er die Entwicklung von Dienstleistungen bei Xerox Europa geleitet und davor war er in der Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens tätig.

  1. Das iiRDS-Konsortium wurde zur Weiterentwicklung des Standards gegründet. Was war die Motivation für Sie und Ihr Unternehmen, Mitglied zu werden?

Besonders ausschlaggebend war, dass der Standard auf die Integration von technischen Informationen fokussiert und dass er zusätzlich semantische Informationsauszeichnungen verwendet. STAR hat 20 Jahre Erfahrung mit semantischem Informationsmanagement und ist begeistert, dass iiRDS für die Integration und den Austausch von Informationen aus verschiedenen Quellen auf semantische Konzepte setzt.

Da der Standard auf breite Unterstützung zählen kann und durchaus Chancen hat, zu einem internationalen Standard zu werden, haben wir großes Interesse, dass mit dem Standard nicht nur das Problem des Informationsaustausches gelöst, sondern ein großer Schritt in Richtung semantisches Informationsmanagement getan wird.

  1. Die Roadmap beinhaltet vielerlei Pläne und Ideen: Was erhoffen Sie sich am meisten von dem Konsortium?

Wir hoffen, dass wir möglichst bald ein gutes Set von Referenzbeispielen von iiRDS Packages haben, um auf eine gute Basis für die Implementierung zurückgreifen zu können. Vieles, was im Standard bislang nicht ganz klar ist oder was vielfältig interpretiert werden kann, kann durch Referenzbeispiele verdeutlicht werden. Dieses Thema ist zentral für uns. Des Weiteren ist ein Validierungstool für uns von besonderem Interesse, um bei Bedarf ein Paket durchschicken und überprüfen zu können, ob alles seine Richtigkeit hat.

  1. Auf welche Themen aus der internen Arbeit des Konsortiums freuen Sie sich am meisten?

Primär freuen wir uns darauf, mit unserer Mitarbeit im Konsortium bald die Referenzbeispiele und das Validierungstool an die Hand zu bekommen, um unsere Implementierung voranzutreiben. Einen Schritt weitergedacht steht dann natürlich die Weiterentwicklung des Standards an. Hier hoffen wir, dass wir mit unserem umfassenden Knowhow aus dem semantischen Content Management dazu beitragen können, dass der Standard einerseits weltweit adaptiert wird und andererseits einen großen Nutzen entfaltet.

  1. Welche praktischen Auswirkungen und/oder Implementierungen sehen Sie in der Adaptierung/Nutzung von iiRDS in Ihrem Unternehmen – heute und in Zukunft?

Unter dem Namen „PRISMA“ hat STAR eine neue Generation eines Content Delivery Portals auf den Markt gebracht, das Smart Content Services zur Verfügung stellt. Endnutzer bekommen nicht nur Inhalte ohne Suchaufwand zur Verfügung gestellt, sondern ebenso unterstützende und den Nutzer entlastende Funktionen und Services. Wird PRISMA für die Unterstützung und den Betrieb einer Anlage eingesetzt, kommen viele externe Informationen zu verbauten Komponenten verschiedener Zulieferer zum Zuge. Der semantische Umschlag von iiRDS hilft, Zuliefererdokumentationen intelligent in solche Assistenzsysteme einzubinden.

  1. Wo sehen Sie iiRDS in drei Jahren?

Wir sind überzeugt, dass iiRDS als Austauschstandard für technische Informationen international auf Interesse und Akzeptanz stößt. Vor allem im After Sales, und zwar nicht nur im Bereich Manufacturing: Wir sehen großes Potential auch in der Prozessindustrie oder im Baubereich. Bei letzterem heißt der aktuelle Trend Building Information Modeling (BIM), das heißt, dass man von Beginn an die Anlagendokumentation erstellt und diese zum Abschluss des Baus zur Verfügung stellen kann, sodass Gebäude mit Komponenten zahlreicher Zulieferer einfacher gewartet werden können. Für eine intelligente Informationsbereitstellung über einen Product Life Cycle hinweg ist iiRDS in jedem Fall richtungsweisend.

Herzlichen Dank, Dr. Matthias Gutknecht, für diese aufschlussreichen Antworten! 


Haben Sie Fragen zu iiRDS? Besuchen Sie unser kommunikatives iiRDS-Café im Rahmen der tekom-Messe 2018 am Mittwoch, den 14. November, von 9.45 Uhr bis 12 Uhr und tauschen Sie sich zu diesem topaktuellen Thema mit Experten aus.

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